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Jeissi, Josef (1844-1935)

Pfarrer. Bürger von Blauen. Geboren am 24. Mai 1844 in Blauen. Gestorben am 26. Mai 1935 in Ettingen (BL). Sohn des Josef Jeissi, Bauer, Gastwirt und Gemeindepräsident von Blauen, und der Katharina geb. Bucher, Bäuerin und Hausfrau. Neun Geschwister.
J. besuchte die Sekundarschule in Laufen und die Kantonsschule in Solothurn. Danach absolvierte er das Priesterseminar in Solothurn und ein Theologiestudium in Freiburg i. Br. Am 24. Juni 1871 wurde er durch Bischof Eugen Lachat in Solothurn zum Priester geweiht. 1871 übernahm er ein Vikariat in Biel und 1872 wurde er als Pfarradministrator in Matzendorf (SO) eingesetzt. Am 13. Dezember 1874 erfolgte die Wahl zum Pfarrer von Ettingen und am 7. Februar 1875 der Stellenantritt. Bis 1931 blieb J. in seiner Position und prägte in dieser langen Zeit das Ettinger Dorfleben als beliebter Pfarrer mit. Neben dem Pfarramt interessierte er sich für Wissenschaft, Kunst und Literatur, verfasste einen (unveröffentlichten) Text über die astronomisch-geografischen Bezüge von Dantes Göttlicher Komödie und recherchierte und erstellte die Stammbäume aller Ettinger Familien. Er erhielt die Ehrenbürgerschaft von Ettingen und wurde von Bischof und Kanton für seine Verdienste geehrt.

Emma Chatelain, Kiki Lutz, 22/11/2005
Übersetzung: Kiki Lutz, 6/11/2012

Bibliografie

Eugène Folletête, « Rauracia Sacra. Première partie », Actes SJE, 36, 1931, S. 165
Karl Jeissy, « Pfarrer Josef Jeissi 1844-1935 zu seinem 20. Todesjahr », Nordschweiz Almanach, Birstaler Jahrbuch Nr. 2, 1955, S. 85-86
Römisch-katholische Kirchgemeinde Ettingen, Website (Stand: 27.08.2012)
Hinweise erhalten von Jean-Pierre Renard.