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Fabrique de pâte de bois de Frinvillier SA (1867-1869)

Die Holzstofffabrik «Fabrique de pâte de bois de Frinvillier SA» wurde 1867 von Heinrich Gruner in Frinvillier gegründet. 1875 wurde sie aus unbekannten Gründen zum Verkauf ausgeschrieben. Die Stadt Biel erwarb die F. mit dem Ziel, die Trinkwasserversorgung ihrer Bevölkerung durch die Kontrolle über die Merlinquelle zu sichern. 1881 standen die F. und die angrenzende Sägerei erneut zum Verkauf. Diesmal erwarb die «Karton und Papierfabrik Deisswil AG» die Fabrik. Ein Jahr darauf lief die F. unter dem Namen «Jörg & Klickermann» und entwickelte sich weiter bis ins Jahr 1888. Dann wurde sie durch einen Brand vollständig zerstört. Die Firma machte Konkurs.
Aus der Konkursmasse erwarb Oscar Miller, Direktor der «Papierfabrik Biberist AG» in Biberist (SO) und der «Fabrique de pâte de bois de Rondschâtel» die F. Der Standort Frinvillier lieferte fortan das Rohmaterial (Holzfaser und Lumpen) für die Papierfabrik in Biberist.
1897 wurde die Turbine mit einem Dynamo versehen und konnte fortan den nötigen Strom für die Beleuchtung der Werkhallen liefern sowie für den Betrieb der Zementfabrik in La Reuchenette, die keine eigene Wasserkraftanlage besass. 1925 stellte die Holzstofffabrik ihre Produktion vollständig ein, doch die Wasserkraftanlage wurde weiter betrieben.
Bis zum Kauf der F. durch die «Hydroelectra AG» aus Heerbrugg (SG) im Jahr 2004 stand die Anlage still. Die neue Besitzerin renovierte die F. und nahm im April 2005 den Betrieb wieder auf.

Emma Chatelain, 21/04/2009
Übersetzung: Kiki Lutz, 6/03/2020

Bibliografie

Bernard Romy, Le Meunier, l’horloger et l’électricien. Les usiniers de la Suze, 1750-1950, Intervalles, Nr. 69-70, Herbst 2004, S. 160-163
Bernard Romy, La Suze, une rivière au parfum d'énergie ! [Videoaufzeichnung], Les Films de la Côte, 2008