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Baumwollspinnerei Neuhaus & Huber (1824), Biel

Die «Baumwollspinnerei Neuhaus & Huber» wurde 1824 von Johann Rudolpch Neuhaus und seinem Schwager Pierre Huber (1772-1839) in Biel gegründet. Bei den beiden Gründern handelt es sich um Schwiegersöhne des Bieler Indienne-Fabrikgründers François Verdan. Um die nötige Energie zu erzeugen, richteten die Betreiber ein Kraftwerk ein, welches das Gefälle der Schüss in der Gurzelen nutzte.
Nach dem Tod von Johann Rudolph Neuhaus (1846) übernahm sein Schwiegersohn und Direktor der «Tréfilerie de Boujean», Fritz Bloesch-Neuhaus (1810-1887), die Direktion der B.
Ende der 1860er Jahre löste der Amerikanische Bürgerkrieg weltweit eine schwere Baumwollkrise aus. Die Bauwollspinnerei in der Gurzelen stellte den Betrieb ein. 1882 kauften die Gebrüder César und Louis-Paul Brandt die Gebäude und richteten dort ihr Unternehmen – die spätere Firma Omega – ein.
Zu Beginn der 1890er Jahre wurden die Werkstätten dank eines neuen Dynamos mit elektrischem Licht ausgestattet. Mit der Anschaffung einer grösseren Batterie konnte 1906 die elektrische Beleuchtung nochmals verstärkt werden. Weitere Modernisierungen förderten die Stromproduktion zusätzlich. Bis in die 1950er Jahre stellte die B. für ihre Werkstätten ihren eigenen Strom her. Nach einer starken Erhöhung der Konzessionsgebühr verzichtete Omega 1959 auf die Konzession und entfernte die Turbine.

Emma Chatelain, 19/05/2009
Übersetzung: Kiki Lutz, 27/07/2019
Letzte Aktualisierung: 31/07/2019

Bibliografie

Bernard Romy, Le Meunier, l’horloger et l’électricien. Les usiniers de la Suze, 1750-1950, Intervalles, Nr. 69-70, Herbst 2004, S. 87-90, 139-146