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Koller (Kohler), Ursanne [Ordensname: Victor] (1756-1837)

Bürger von Bourrignon. Geboren am 3. Dezember 1756. Gestorben am 16. Juni 1837 in Cornol (Beisetzung am 18. Juni). Sohn des Christophe und der Elisabeth, geborene Joray. Bruder des François (1766-1839), Kartäuser in Dijon (Bruder Paul).
Nach einem Studium in Pruntrut und Bellelay (1772-1774) trat K. 1774 in das Kartäuserkloster von Dijon (Champmol) ein und legte dort am 21. September 1777 seine Profess ab. Am 23. Dezember 1780 wurde er zum Priester geweiht. Nach dem Eintritt seines Bruders François (Ordensname: Paul) in das Kartäuserkloster Dijon hielt er sich ab 25. Oktober 1788 als Gast in der Kartause Rouen auf. Dort blieb er bis zu deren Schliessung im Jahr 1790, worauf er nach Bourrignon zurückkehrte. Seine (kirchenrechtliche) Zulassung wurde am 27. März 1792, am 21. September 1793 und am 25. Februar 1795 bestätigt. Während der Französischen Revolution zog er sich auf Schloss Wartenfels in Lostorf (SO) zurück. Nach seiner Rückkehr verwaltete er die Pfarrei Röschenz, wo er im April 1797 als Einwohner erwähnt ist. 1802 und 1804 ist er als Priester in Laufen nachgewiesen. Dort war er auch als «Instructor» in der Glashütte «Schmelzi» tätig, die sich eine Dreiviertelstunde von Laufen entfernt befand (die Arbeiter kehrten von dort nach der Arbeit jeweils in die Schweiz zurück). Von 1808 bis 1835 war er Pfarrer in Dittingen. Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte er in Cornol.

Jean-Pierre Renard et Emma Chatelain, 8/11/2005
Übersetzung: Kiki Lutz, 7/10/2014

Bibliografie

Eugène Folletête, « Rauracia Sacra. Première partie», Actes SJE, 36, 1931, S.170
Eugène Folletête, « Rauracia sacra. Deuxième partie », Actes SJE, 38, 1933, S.105
Jean-Pierre Renard, Le clergé paroissial dans les arrondissements de Delémont et de Porrentruy avant et après la réorganisation de 1802-1804, Saignelégier, 2009, S. 396