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Cortébert Watch

Cortébert WatchDie Uhrenmanufaktur wurde 1865 von der Familie Juillard unter dem Namen Raiguel, Juillard & Cie in der Gemeinde Cortébert gegründet. Das Unternehmen wurde von der Krise der jurassischen Uhrenbranche in den 1930er Jahren schwer getroffen und 1962 geschlossen.

Die Existenz der Firma übte einen grossen Einfluss auf die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Standortgemeinde Cortébert aus. Dank ihr konnte 1872 ein stattliches Schulhaus gebaut werden (das 1959 bei einem Brand mitsamt dem Gemeindearchiv zerstört wurde), 1874 ein Bahnhof, 1902 eine protestantische Kirche und 1938 ein Pumpwerk, das die Hochebene der Freiberge mit Wasser versorgte.

Adam-Louis Juillard gilt als Gründer der C. Bereits 1790 eröffnete er in Sonvilier ein Uhren-Comptoir. 1830 zog sein Sohn Lucien nach Saint-Imier und brachte es dort bis zum Bürgermeister. Sein Sohn Albert Juillard übernahm das Unternehmen um 1850 und gründete 1865 zusammen mit anderen Uhrenfabrikanten die Rohwerkfabrik Raiguel, Juillard & Cie in Cortébert. Das Uhren-Comptoir wurde schon bald in die neue Firma integriert. 1887 übernahmen Albert Juillards Söhne, Henri und Emile das Unternehmen, das bis zu seinem Verkauf im Jahr 1962 an Omega von deren Nachkommen Emile, Charles, Albert und Henri Juillard geführt wurde. Insgesamt standen Vertreter aus sechs Generationen der Familie Juillard an der Spitze des Familienunternehmens.

Emma Chatelain, 13/11/2008
Übersetzung: Kiki Lutz, 9/03/2017

Bibliografie

Henri Bühler, Cortébert Watch Co., usines à Cortébert, bureaux à La Chaux de Fonds, Suisse, 1940
Bernard Romy, Le meunier, l'horloger et l'électricien, 2004, S. 113-115
Anne Beuchat-Bessire, « Cortébert », in Dictionnaire historique de la Suisse [publication électronique DHS], Stand: 11.2.2005

Bildnachweis

Reklame. Sammlung von Mémoires d’ici.