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Müller, Maurice (1745-1808)

Bürger von Ligsdorf (F, Departement Haut-Rhin, Arrondissement Altkirch, Kanton Ferrette). Geboren am 2. Juli 1745. Gestorben am 4. Januar 1808 in Dittingen (Beisetzung am 6. Januar). Sohn des Joseph und der Marie Elisabeth, geborene During.
1773 war M. während 9 Monaten als Student am Seminar in Pruntrut eingeschrieben. Er erhielt die Tonsur und die niederen Weihen am 4. April 1772. Am 18. Dezember 1773 wurde er zum Subdiakon und am 26. Februar 1774 zum Diakon geweiht. Die Priesterweihe in der Kirche des Kollegiums in Pruntrut und die kirchenrechtliche Approbation (post examen inter meliores) folgten am 2. April 1774.
1774 arbeitete M. zunächst als Vikar in Bouxwiller (F, Dep. Haut-Rhin) und von 1777 bis 1783 in Guebwiller. Am 24. März 1784 wurde er als Pfarrverweser von Rimbachzell eingesetzt. 1791 war er noch immer als Pfarrer in dieser Gemeinde tätig. Am 22. August 1795 gab er aus Widerstand seinen Rücktritt bekannt (der jedoch von den kirchlichen Behörden nicht akzeptiert wurde). 1794-1795 hielt er sich als Kaplan auf dem Gut zu St. Martin bei Tersnaus (GR, Bezirk Surselva) auf und 1796-1798 ebenfalls als Kaplan in Obersaxen-Meierhof (GR). 1801-1802 kehrte er nach Rimbachzell zurück und wurde 1802-1803 Pfarrverweser von Lutter (F, Dep. Haut-Rhin, Arrondissement Altkirch, Kanton Ferrette). Am 4. Februar 1804 wurde er zum Pfarrverweser der Gemeinde Dittingen ernannt und am 21. Februar 1804 hielt er dort seinen Einsetzungsgottesdienst. Nach seinem Tod folgte ihm Ursanne Victor Koller in diesem Amt.

Jean-Pierre Renard, 10/05/2010
Übersetzung: Kiki Lutz, 22/01/2013

Bibliografie

Jean-Pierre Renard, Le clergé paroissial dans les arrondissements de Delémont et de Porrentruy avant et après la réorganisation de 1802-1804, Saignelégier, 2009, S. 452


Enquête ecclésiastique de l’An XII (1804)