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Jurassisches Zentrum für wirtschaftliche Archive und Forschung (CEJARE)

Das Jurassische Zentrum für wirtschaftliche Archive und Forschung CEJARE («Centre jurassien d'archives et de recherches économiques») wurde am 17. April 2002 in Moutier gegründet. Unter der Leitung von Präsident Laurence Marti wurde ein Vorstandskomitee mit sieben Mitgliedern gewählt. Das CEJARE wurde durch folgende Institutionen ins Leben gerufen: «Archives industrielles et économiques jurassiennes AIEJ» (Jurassisches Industrie- und Wirtschaftsarchiv – Übersetzung: Red. DIJU) gegründet 1997 durch den Cercle d'études historiques CEH der Société jurassienne d'Emulation SJE; Mémoire d'Erguël; Museum der automatischen Drehmaschine und der Geschichte in Moutier. Das Ziel von CEJARE besteht darin, die Archive der Unternehmen aus dem Jura und dem Berner Jura zu bewahren, zu erschliessen und bekannt zu machen.
2001 erhielt das AIEJ für sein Projekt CEJARE den zweiten Preis eines Wettbewerbs der französischsprachigen Kulturkommission des Kantons Bern. Dies erlaubte es dem AIEJ, das Projekt zu realisieren, d.h. eine privatrechtliche Organisation zu schaffen und mit Räumlichkeiten und einer Teilzeitstelle auszustatten. Im Juni 2002 zog das CEJARE unter der Leitung seines ersten Beauftragten, Pierre-Ives Donzé, in die Räume der Mémoires d'Ici (MDI) in Saint-Imier ein.

Der Verein nahm die Ziele des AIEJ auf. Seine Tätigkeiten lassen sich in zwei Bereiche unterteilen:
1) CEJARE kümmert sich um die Archive, die ihm anvertraut werden, sichert deren Bewahrung innerhalb seiner Räumlichkeiten, macht sie bekannt und stellt sie der Öffentlichkeit zum Zweck von historischen Forschungsarbeiten über Firmen oder Organisationen zur Verfügung.
2) Gegenüber privaten Unternehmen bietet CEJARE seine Kompetenz in verschiedenen Dienstleistungen an: Ordnung der Archivbestände, Inventarisierung, Aufbereitung und Beratung in Sachen Konservierung.

CEJARE bezieht seine Mittel aus den jährlich festgelegten Mitgliederbeiträgen, den öffentlichen Subventionen (hauptsächlich der Kantone Bern und Jura und der Gemeinde Saint-Imier), privaten Beiträgen, Spenden und Nachlässen, Aufträgen und aus diversen Produkten seiner Aktivitäten. Der grösste Teil trägt der Kanton Bern zum Budget bei, etwas weniger der Kanton Jura – ausser in den Jahren 2006-2008, als die beiden Kantonsbeiträge sich mit je CHF 25'000.- die Waage hielten.
Seit 2004 kommen Erträge aus den Leistungen für Kunden des Privatsektors hinzu. Sie machten 2004 21,2% des Budgets aus, wobei ihr Anteil ständig wuchs und 2009 52% erreichte. Zu diesen Aufträgen gehörten u.a. die Ordnung der Firmenarchive von Longines (2006-2008) und Camille Bloch (2009-2010) sowie die Erstellung einer Firmengeschichte der Uhrengesellschaft West End (2009-2010).

Die Organe des CEJARE sind die Generalversammlung, der Vorstand und die Revisionsstelle. Die Geschäfte werden von einer/einem Beauftragten geführt, deren/dessen Büro sich in den Räumen von Mémoire d'Ici in Saint-Imier befindet. Bis 2006 war Pierre-Yves Donzé mit einem Pensum von 40% als Beauftragter tätig. Er wurde von Thomas Perret (zu 50% ab 2009) abgelöst. Ausserdem beschäftigt CESARJE eine/n Buchhaltungssekretär/in der Mémoires d'Ici, die/der monatlich auf Stundenbasis zu einem kleinen Pensum zur Verfügung steht.

Zu Beginn war das Archiv als Zwischenlösung in einem Raum in Renan untergebracht. Ab 2003 wurde aus Platzmangel ein weiterer Raum in Saint-Imier dazu gemietet. Die Archivbestände wurden im Verlauf des Jahres 2006 dort zusammengeführt. 2009 entschied sich CEJARE zusammen mit seiner Partnerorganisation MDI für eine Unterbringung in neuen Räumlichkeiten in Saint-Imier. Seit dem Umzug 2011 befinden sich Büros und Archivräume am selben Ort.

Emma Chatelain, 21/07/2010
Übersetzung: Kiki Lutz, 14/05/2012
Letzte Aktualisierung: 16/02/2017

Bibliografie

Geschäftsberichte, 2002-2012

Link: http://www.cejare.ch/