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Andlau, Simon Johann Baptist von (1763-1806)

Geboren und getauft am 18. März 1763 in Pruntrut. Taufpate war Fürstbischof Simon Nikolaus Euseb von Montjoye-Hirsingen. Gestorben am 11. April 1806 in Wiener Neustadt. Sohn von Franz Carl von Andlau und Balbina von Staal. Elf Geschwister, darunter Joseph Augustin, Philipp Hartmann Maria, Conrad Carl Friedrich und Xaveria Eleonora Conradina von A. Ledig. Katholisch.
Am 8. Mai 1779 Ernennung zum Unterleutnant im deutschen Infanterieregiment « Elsass ». Am 6. Dezember 1780 Ernennung zum Unterleutnant der Kompanie « de Dodiller » im fürstbischöflichen Regiment von Eptingen. Am 23. Juni 1782 Wechsel zu den Grenadieren. Am 11. Juni 1786 Beförderung zum Hauptmann. Demission am 1. Juli 1791, weil er den von der Nationalversammlung verlangten Eid auf die französische Verfassung nicht leisten will.
A. tritt daraufhin in den Dienst des röm.-deutschen Kaisers. Schon 1790 wohnte er in Frankfurt a. M. der Krönung Kaiser Leopolds II. bei und empfing bei diesem Anlass den Ritterschlag. Ebenfalls schon am 12. Oktober 1790 war er als Ritter beim Deutschen Orden aufgeschworen worden. Seit Juli 1791 Hauptmann im Regiment Hoch- und Teutschmeister.
1792 oder 1793 gerät A. in Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Freilassung gegen Ende 1794 begibt er sich zu seiner im Exil lebenden Mutter und seinen Geschwistern nach Hägendorf bei Olten. Dann verliert sich seine Spur für einige Jahre. Ende 1802 lässt sich A. vorübergehend in Freiburg i. Br. nieder, wo mittlerweile auch seine Geschwister leben. Er scheint dann nochmals in den Krieg gezogen zu sein.

Vanja Hug, 13/05/2011
Übersetzung: Vanja Hug, 30/06/2011

Archivbestände

Staatsarchiv Freiburg i. Br., Depositum von Mentzingen, U 100/1, Nr. 556, 631, 639, 665, 727

Bibliografie

Vanja Hug, Die Eremitage in Arlesheim ' ein Englisch-Chinesischer Landschaftsgarten der Spätaufklärung, Bd. 1, Worms, 2008, S. 70-71